Einführung

Ambulante Infusionszentren sind Einrichtungen, die intravenöse Therapien wie Biologika, Antibiotika, Immunglobuline, Chemotherapie und Flüssigkeitstherapie anbieten, ohne dass ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich ist. Dieses Modell ist attraktiv, da es im Vergleich zu stationären Infusionen mehr Komfort, geringere Kosten und eine patientenfreundlichere Umgebung bietet.

Für den globalen Markt für ambulante Infusionszentren wird von 2025 bis 2031 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 10,20 % prognostiziert.

Wachstumsstrategien

Netzwerkausbau: Um den Zugang und die Abdeckung zu verbessern, eröffnen Unternehmen zunehmend ambulante Infusionszentren in größeren Gebieten von Bundesstaaten oder Regionen. So hat beispielsweise Option Care Health sein Netzwerk ambulanter Infusionszentren auf mehrere Bundesstaaten ausgedehnt.

Technologie- und Datenintegration: Die Einführung von elektronischen Patientenakten, Telemedizin, Fernüberwachung und intelligenten Infusionspumpen wird zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil.

Diversifizierung des Angebots: Neben Standardinfusionen bieten die Zentren auch Spezialtherapien wie Biologika und Immunglobuline, Heiminfusionsverbindungen und hybride Infusions-/Heimmodelle an.

Partnerschaften, Übernahmen und Konsolidierung: Größere Akteure übernehmen kleinere Betreiber, gehen Partnerschaften mit Kostenträgern/Krankenhäusern ein oder integrieren sich vertikal, um die Überweisungsströme zu vertiefen und bessere Verträge auszuhandeln.

Wertorientierte Versorgung : Da Kostenträger und Regierungen zunehmend auf kosteneffiziente ambulante Versorgung setzen, positionieren sich AICs als kostengünstigere Alternative zur stationären Infusionstherapie.

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Zukunftstrends und Chancen

Wachstum bei Biologika und Spezialinfusionen: Mit der Zulassung neuer Biologika-Therapien – monoklonale Antikörper, Immunglobuline – profitiert der Markt für Infusionszentren, da solche Behandlungen komplexer sind.

Heiminfusion und Hybridmodelle: Da die Infusionen in ambulanten Zentren weiter zunehmen, verschwimmt die Grenze zwischen Heiminfusion und ambulanten Zentren, wodurch sich weitere Möglichkeiten ergeben, Patienten im häuslichen Umfeld oder durch hybride Versorgungsmodelle zu betreuen.

Digitale Gesundheitsversorgung und Überwachung: Dazu gehören die Fernüberwachung von Infusionspatienten, telemedizinische Vor- und Nachbehandlungen sowie automatisierte Pumpen/Terminplanung.

Geografische Expansion in unterentwickelte Märkte : Während Nordamerika weiterhin dominiert, machen das Wachstum bei den Investitionen im Gesundheitswesen und der Zugang zur ambulanten Versorgung andere Regionen wie den asiatisch-pazifischen Raum und Lateinamerika zunehmend attraktiv.

Wirtschaftliche und politische Faktoren: Da die Kostenträger auf kostengünstigere Einrichtungen drängen, begünstigen Reformen der Kostenerstattung ambulante Zentren; dies schafft Möglichkeiten für die Betreiber, mit Versicherern/Krankenhäusern zu verhandeln.

Schlüsselsegmente

Nach Therapieart

Infusion von Blutprodukten

Eisentherapie

Steroidinfusion

Immunglobulintherapie

Therapeutischer Aderlass

Plasmapherese

Gerinnungsfaktor-Ersatztherapie

Durch Bewerbung

Diabetiker

Krebs

Knochenerkrankungen

Neurodegenerative Erkrankungen

Vom Endbenutzer

Krankenhäuser

Fachkliniken

Häusliche Pflege

Wichtige Akteure und aktuelle Entwicklungen

Option Care Health Inc.

Option Care Health Inc. zählt zu den führenden unabhängigen Anbietern von Infusionstherapien für zu Hause und alternative Standorte in den USA. Die Wachstumsstrategie des Unternehmens umfasst den Ausbau des ambulanten Infusionsnetzwerks, die Integration von Technologieplattformen und die Optimierung der Arbeitsabläufe. So hat Option Care beispielsweise die Partnerschaft mit dem Gesundheitstechnologieunternehmen WellSky erweitert, um dessen Infusions- und Spezialapothekenplattform CareTend® an über 160 Standorten einzuführen.

Option Care kann somit mit der Automatisierung von Arbeitsabläufen, der Integration von Entscheidungshilfen und der Erweiterung der mobilen/Fernzugriffsfunktionen beginnen.

Aufgrund ihrer Größe und nationalen Präsenz sind sie in der Lage, vom Trend zur ambulanten Infusionstherapie zu profitieren und ihr Angebot auf weitere Therapiearten auszuweiten.

Coram LLC (über CVS/Coram)

Zu den weiteren wichtigen Akteuren zählt Coram LLC, das nun unter dem Dach der Abteilung für Spezialinfusionsdienste von CVS Health firmiert. So hat das Unternehmen beispielsweise kürzlich eine neue Zweigapotheke mit angeschlossener ambulanter Infusionsstation in El Paso, Texas, eröffnet und versorgt eine große Region mit Dienstleistungen wie Antiinfektiva, parenteraler/enteraler Ernährung, Immunglobulinen usw.

Allerdings wurden die jüngsten strategischen Kursänderungen angekündigt: Im Oktober 2024 kündigte CVS an, bestimmte Infusionsdienstleistungen (Antibiotika, Inotropika, TPN) über die Coram-Plattform einzustellen und 29 regionale Apotheken zu schließen oder zu verkaufen.

Das würde darauf hindeuten, dass selbst die großen Anbieter neu bewerten, welche Infusionssegmente einigermaßen nachhaltig sind, und sich dabei vielleicht stärker auf margenstärkere Spezialinfusionen konzentrieren.

UnitedHealth-Gruppe

UnitedHealth Group positioniert sich über ihre Tochtergesellschaft Optum im Markt für ambulante Infusionstherapien als Teil ihrer umfassenderen Expansionsstrategie im ambulanten Versorgungssektor. Dies folgt auf die Ankündigung von Optum im Januar 2025, FlexCare Infusion, ein führendes Netzwerk für ambulante Infusionstherapien, zu übernehmen und signalisiert damit die Absicht, die Präsenz im Markt für ambulante Infusionstherapien weiter auszubauen.

Dies steht im Einklang mit dem wertorientierten Versorgungsmodell von UnitedHealth, das darauf abzielt, Infusionsleistungen mit anderen Versorgungseinrichtungen und Kostenträgern zu integrieren.

Abschluss

Der Markt für ambulante Infusionszentren zeichnet sich durch ein starkes Wachstum aus, das durch die zunehmende Belastung durch chronische Krankheiten, den Kostendruck im Krankenhausbereich und die Weiterentwicklung von Infusionstherapien außerhalb des Krankenhauses getrieben wird. Netzwerkgröße, Technologieintegration, ein diversifiziertes Therapieangebot und starke Partnerschaften mit Kostenträgern werden die Anbieter besser positionieren, um diese Trends zu nutzen. Es bestehen jedoch auch Herausforderungen: Unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen und Erstattungspraxis, Personal- und Infrastrukturanforderungen sowie die Konkurrenz durch häusliche Infusionstherapien stellen weiterhin Hemmnisse in diesem Markt dar.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kennzeichnet ein ambulantes Infusionszentrum und was nicht?

Eine ambulante Infusionstherapie (AIC) ist eine Einrichtung, in der Patienten ambulant mit Infusionstherapien – intravenösen Medikamenten – behandelt werden, sodass kein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich ist. Die Patienten kommen in die Infusionsabteilung, werden unter Beobachtung behandelt und können anschließend wieder gehen. Dies unterscheidet sich von der Heiminfusion, bei der die Behandlung zu Hause stattfindet, und der stationären Infusionstherapie im Krankenhaus, bei der der Patient aufgenommen werden muss.

Warum wachsen ambulante Infusionszentren schneller als stationäre Infusionszentren?

Zu den wichtigsten Treibern zählen niedrigere Kosten, erhöhter Komfort für die Patienten, eine Änderung der Kostenträgerpolitik hin zur ambulanten Versorgung, eine größere Verfügbarkeit von infusionsgeeigneten Therapien – insbesondere Biologika – und eine bessere Akzeptanz ambulanter Behandlungsumgebungen durch die Patienten.

Was sind die Hauptrisiken oder -barrieren in diesem Markt?

Zu den größten Risiken zählen Unsicherheiten bei der Kostenerstattung, regionale und zahlerabhängige Unterschiede, der regulatorische Aufwand für die Einhaltung von Vorschriften im Bereich der Infusionstherapien, der Bedarf an qualifiziertem Pflege- und Apothekenpersonal, die Konkurrenz durch ambulante Infusionsdienste sowie Investitionen in Infusionszentren und -technologien.

Welchen Einfluss hat Technologie auf die Zukunft von AICs?

Technologie ist sehr wichtig: Integration in die elektronische Patientenakte, Fernüberwachung von Infusionspatienten, intelligente Infusionspumpen mit automatischer Dosierungsanpassung, telemedizinische Vor- und Nachuntersuchungen der Infusion sowie Analysen zur Terminplanung und Patientenadhärenz.

Welche Therapiearten treiben die Nachfrage in AICs an?

Die führenden Therapieformen werden Biologika-Infusionen sein, beispielsweise für Autoimmunerkrankungen und Multiple Sklerose, Immunglobulintherapien, spezielle onkologische Infusionen sowie Hydratations-/Antibiotika-Infusionen. Das Segment der Biologika hat einen großen Marktanteil und wird voraussichtlich stark wachsen.